
KI in der Wirtschaftsprüfung
Hi Tassilo, wie führte dein Weg dich zu Rödl & Partner?
Vor meiner Stelle bei Rödl & Partner habe ich an der Universität Ulm promoviert. Dabei bildeten neben den technologischen Möglichkeiten zur Umsetzung von Use Cases durch KI auch die Einbettung von KI in den risikoorientieren Prüfungsansatz die Schwerpunkte meiner Forschung ab. Das beinhaltete auch die Anwendung und Implementierung von KI-Systemen, insbesondere in Bezug auf Generative KI. Oft schlug ich dabei die Brücke zwischen den Forschungswelten der Informatik und der Wirtschaftsprüfung. Insbesondere durch die Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Fachbeitrages zur Prüfung von Rückstellungen durch Modelle der Generativen KI entstand der Kontakt zu Martin Wambach und Frank Reutter (Partner Wirtschaftsprüfung bei Rödl & Partner). Dadurch eröffnete sich für mich die Möglichkeit mehrere Vorträge auf unserer World Assurance & Advisory Konferenz für Rödl & Partner zum Thema KI zu halten. Im Anschluss daran traf ich mich persönlich mit Martin Wambach und Frank Reutter in Köln an unserem Standort im Kranhaus und wir sprachen über die Möglichkeit bei Rödl & Partner einzusteigen und so nahmen die Dinge ihren Lauf.
Das Thema KI ist in der Wirtschaftsprüfung relativ neu, was sind deine Aufgaben und Projekte?
Ich bin für die Umsetzung von KI-Initiativen innerhalb unseres Geschäftsfelds Wirtschaftsprüfung verantwortlich. Dabei verantworte ich vielschichtige Projekte, welche zum Ziel haben Rödl & Partner von den Möglichkeiten der KI vollumfänglich profitieren zu lassen sowie unser Unternehmen im Bereich KI als eine der führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften weiter zu etablieren. In diesem Thema treibt mich einerseits die Begeisterung für die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im Rahmen der Wirtschaftsprüfung an. Andererseits begeistert mich die Komplexität des Forschungsgebiets, das stets neue Erkenntnisse aber auch Herausforderungen hervorbringt. Dies ermöglicht mir äußerst abwechslungsreiche und herausfordernde Aufgaben anzugehen und entsprechend zu bewältigen.
Was ist die größte Herausforderung bei der Umsetzung von KI in euren Projekten?
Rödl & Partner agiert als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in einem stark regulierten Berufszweig. Dadurch sind Themen zur Einhaltung der berufsrechtlichen Verschwiegenheitspflicht und Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung elementar wichtige und unabdingbare Grundvoraussetzungen, welche durch unsere hauseigenen KI-Systeme uneingeschränkt erfüllt werden müssen.
Was sind deine Zukunftspläne bei Rödl & Partner?
Mein primäres Ziel liegt darin, Künstliche Intelligenz vollumfänglich und nachhaltig in den risikoorientierten Prüfungsansatz bei Rödl & Partner einzubetten. Meine ganz persönlichen Ziele für die Zukunft sind neben meiner Funktion als Verantwortlicher für KI-Initiativen auch Wirtschaftsprüfer bei Rödl & Partner zu werden.
Was magst du an Rödl & Partner als Arbeitgeber besonders?
Besonders dankbar bin ich Rödl & Partner für das entgegengebrachte Vertrauen zur Verantwortung eines für unser Unternehmen hoch relevanten Themengebietes. An Rödl & Partner gefällt mir darüber hinaus die Begeisterung innerhalb unseres Unternehmens für KI als auch die Akzeptanz für mich als Person bei unseren Kolleginnen und Kollegen zur Umsetzung von entsprechenden KI-Initiativen.
Vielen Dank für das Interview!