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Einblick ins IT-Recht: Legal Tech und der Anwalt von morgen

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Ich erinnere mich an meine ersten Studiensemester in Heidelberg, in denen meine Mitstudierenden mit über­zeugender Sicherheit davon sprachen, dass sie eines Tages in einer internationalen, großen Kanzlei arbeiten werden. Persönlich war mir mein künftiges Berufsbild noch nicht so klar. Auch wenn ich die konkrete Tätigkeit nicht benennen konnte, so waren doch meine Interessen gewiss: Digitalisierung, Daten und die Schnittstelle zwischen Recht und Technik. Diese Handlungsfelder prägten folglich auch mein Referendariat, in dem ich mich dazu entschied, meine Wahlstation bei Rödl & Partner in Bielefeld zu absolvieren. Ich wollte in einem inter­nationalen und interdisziplinären Umfeld erkunden, wie man Unternehmen bei Fragen rund um die Digi­tali­sierung berät. Der Einblick überzeugte mich. Ich wusste, hier möchte ich bleiben.

 

Besonders begeistert hat mich, dass ich von Beginn an stark in die tägliche Mandatsarbeit eingebunden wurde. Auch waren flache Hierarchien nicht nur ein Schlagwort. Hinzu kam, dass Bielefeld als relativ junger Standort mitten im Aufbau war und Engagement und unternehmerisches Denken stets gefördert wurden. Mein Chef, Thomas Lang, suchte keine Associates, die hinter verschlossenen Türen Gutachten schrieben, sondern auf­ge­schlossene, mitdenkende und weltoffene Mitarbeiter/-innen, die gerne auch mal aus ihrer Komfortzone gingen. Hier fühlte ich mich wohl.

 

Meine Tätigkeit im Fachbereich IT-Recht

Der Übergang von der Wahlstation zur Tätigkeit als Rechtsanwältin war fließend. Eigenständiges Arbeiten wurde sehr gefördert, sodass ich in den ersten Monaten durch eine ausgesprochen gute Feedbackkultur viel dazu gelernt habe. Bald durfte ich eigene Mandate betreuen. Zunächst waren es kleine Projekte zum „Hinein­wachsen“, mittlerweile betreue ich bereits umfangreiche Vorhaben, in denen ich als Ansprechpartnerin für unsere Mandanten/-innen zur Verfügung stehe.

 

Inhaltlich teilt sich mein Arbeitsalltag mittlerweile in zwei Aufgabenbereiche: Zum einen berate ich Man­dan­ten/-innen bei der Umsetzung ihrer digitalen Geschäftsmodelle bzw. ihres Digitalisierungsvorhabens. In concreto reicht das von der Erstellung von Softwareverträgen, über die Beratung bei datenschutzrechtlichen Implikationen des Vorhabens hin zu der Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Erstellung einer App oder von Plattformmodellen im Bereich E-commerce (elektronischer Handel) und M-commerce (elek­tro­nischer Handel mithilfe von mobilen, internetfähigen Geräten).

 

Zum anderen unterstütze ich unsere interne Rechtsabteilung bei Fragen rund um die Implementierung von Software, gestalte Lizenzverträge und begleite IT-Projekte. Das Besondere an dem Fachbereich IT-Recht ist, dass auch er niemals stillsteht. Der europäische und der deutsche Gesetzgeber versuchen die technischen Entwicklungen zu regulieren und unserer Zeit entsprechend anzupassen. Dennoch kümmern wir uns aufgrund der Vielzahl der Geschäftsmodelle immer wieder um neue, noch ungeklärte Fragestellungen. In diesem hoch innovativen Beratungsfeld ist es daher besonders interessant, einen geeigneten Rechtsrahmen für technische Zusammenhänge zu definieren. Man findet ihn  jedoch nur, wenn man Lust hat, sich in technische Zusam­men­hänge hineinzudenken und in der Lage ist, die Beteiligten unterschiedlicher Disziplinen so zusammen­zu­bringen, dass EINE Sprache gesprochen wird. Der Blick über den Tellerrand bereitet mir Freude und macht den Bereich des IT-Rechts besonders spannend.

 

Das Miteinander

Das Miteinander verschiedener Disziplinen ist nicht nur dem IT-Recht immanent, sondern auch gelebte Wirklichkeit bei Rödl & Partner. Neben dem schnellen Austausch mit Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung zeigt sich für mich ein tolles Miteinander auch durch die ausgesprochen kollegiale und gut funktionierende Vernetzung mit anderen Standorten in Deutschland, wie Nürnberg und Hamburg, sowie mit internationalen Niederlassungen. Dadurch können wir immer sicherstellen, dass der/die jeweilige/r Spezialist/-in unterstützt, um die beste Beratung für die Mandanten zu gewährleisten.

 

Auch die Covid-19-Pandemie tat dem Austausch mit den Kollegen/-innen keinen Abbruch. Zwar sieht man sich seltener im Büro, da jedoch Rödl & Partner bereits zuvor digital bestens aufgestellt war, können wir unseren persönlichen Kontakt aktuell sehr gut virtuell organisieren. 

 

Miteinander bedeutet für mich aber nicht nur Dialog untereinander, sondern auch die Förderung von Mit­ar­beitern und Mitarbeiterinnen. Mir wurde z.B. die Möglichkeit gegeben, nebenberuflich einen LL.M. im Bereich IT- und IP-Recht abzuschließen, damit ich mein Wissen in diesem Bereich noch vertiefen konnte. Dafür bin ich meinem Teamleiter sehr dankbar.

 

Legal Tech: Möglichkeiten der Digitalisierung angewendet auf die Rechtsberatung

Eng verknüpft mit meiner Spezialisierung auf IT-Recht ist auch das Thema Legal Tech. Mit Sebastian Schüßler, der unsere Praxisgruppe Legal Tech leitet, war ich bereits sehr gut vernetzt. Umso mehr habe ich mich gefreut, mich auch praktisch in der Praxisgruppe engagieren zu können. Legal Tech verstehen wir als Anwendung der Möglichkeiten der Digitalisierung auf die Rechtsberatung. Das Einsatzfeld für professionelle Legal Tech-Anwendungen ist somit sehr weit: So können bspw. kanzleiinterne Prozesse vereinfacht oder aber auch komplexe Herausforderungen von Mandanten technologisch gelöst werden, etwa durch unser Tool „REG-IS” einem Online-Informationssystem mit rechtlich-technischem Fachwissen der in Deutschland relevanten Regelwerke für die Immobilienbewirtschaftung. Legal Tech ist im Ergebnis also eine natürliche Konsequenz der digitalen Transformation der Gesamtwirtschaft. Für uns als Rechtsanwälte/-innen steht der konkrete Mandantennutzen im Fokus unserer beruflichen Leistungen – das gilt selbstverständlich auch für die neuen technologiegestützten Beratungslösungen. Aus diesem Grund werden die Rechtsanwälte/-innen von morgen neben fachlicher Exzellenz auch Verständnis für digitale Lösungen einbringen, um ihre Mandanten optimal zu beraten. Umso wichtiger ist es daher, dass wir uns in der Praxisgruppe und darüber hinaus dazu austauschen, wie man die digitalen Chancen unter Generierung eines wirtschaftlichen Mehrwertes nutzbar machen kann.

 

Conclusio

So schaue ich nun auf ereignisreiche eineinhalb Jahre bei Rödl & Partner zurück. Ich freue mich Teil eines innovativen und dynamischen Unternehmens zu sein. Die internationale Ausrichtung, das unternehmerische Denken, die flachen Hierarchien, das Miteinander, die Unterstützung durch meinen Vorgesetzten, mein spannender Fachbereich und die tolle Praxisgruppe sind allesamt Parameter, die mich motivieren. Mein berufliches Highlight in dieser Zeit ist sicherlich, dass ich als Kümmerin ein international agierendes Unternehmen in der Dauerberatung betreue. Ich freue mich schon sehr auf weitere spannende Aufgaben bei Rödl & Partner.

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